Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Geschlechtsunterschiede in der Medizin Werden Frauen benachteiligt? Von Daniela Remus In der Medizin ist offenbar der Mann das Maß aller Dinge, zumindest bisher. Ob Medikamententests, Implantate oder Impfdosierungen, alles wird meist nur an Männern getestet und ausprobiert. Denn Testreihen mit Frauen gelten wegen der schwankenden Hormonspiegel als wissenschaftlich schwieriger auszuwerten als Experimente mit Männern. Aber es wird immer deutlicher: "Eine Medizin für alle" ist nicht das Optimum. Krankheiten äußern sich bei Männern und Frauen anders, deren Schmerzwahrnehmung und auch ihre Immunsysteme unterscheiden sich. Denn die Geschlechtshormone beeinflussen die Immunzellen, deshalb erkranken Frauen beispielsweise weitaus seltener an Infektionskrankheiten als Männer. Wenn sie sich jedoch infizieren, dann verläuft die Krankheit bei ihnen deutlich schwerwiegender. Noch steht die Wissenschaft am Anfang, aber immer mehr Medizinerinnen und Mediziner fordern, dass sich etwas ändern muss, damit unser Gesundheitssystem den biologischen Unterschieden gerecht wird. Redaktion: Iska Schreglmann

Dienstag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

In Tschechien sind die Gläubigen eine kleine Minderheit; Kirchenfeindlichkeit ist in der Gesellschaft weit verbreitet; Gestaltung: Kilian Kirchgeßner 1948 verstaatlichten die Kommunisten den gesamten Kirchenbesitz in Tschechien - die Kirchen, die Pfarrhäuser, die Klöster mit ihren Ländereien, die Kunstwerke. Während sich in allen anderen Ländern Mittel- und Osteuropas gleich nach der politischen Wende 1989 die neuen, demokratischen Regierungen mit den Kirchen aussöhnten und die enteigneten Güter wieder zurückgaben, entbrannte in Tschechien ein erbitterter Streit, der über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg die Gerichte beschäftigte. Erst 2012 bekam die Kirche einen großen Teil ihrer einstigen Besitztümer zurück und eine finanzielle Entschädigung für den Rest. Jetzt aber ist der Streit neu aufgeflammt: Die linksorientierte Regierung rüttelt an der Einigung und fordert, dass die Religionsgemeinschaften nun Steuern für die Entschädigung zahlen sollen.

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Vom Verschwinden des Texas German Von Peter Kuttler und Guido Meyer Mitten in Texas gibt es einen merkwürdigen Dialekt, das Texas German. Ein Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch, das Auswanderer vor Jahrhunderten nach Amerika gebracht haben. Es hat bis heute überlebt und dabei ein Eigenleben entwickelt - mit Wörtern, die es weder im Deutschen noch im Englischen gibt. Doch das Texas German stirbt allmählich aus, zusammen mit den Alten, die es noch sprechen. Und die Jungen interessiert dieses Erbe nicht besonders. Ein ehemaliger Deutschlehrer aus dem Städtchen New Braunfels, die Kuratorin eines Museums in Fredericksburg und der Veranstalter eines Radioprogramms mit deutscher Musik versuchen, den Bedeutungsverlust des Texas German in den vergangenen Jahrzehnten zu erklären.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Aufklärer unter Verdacht Was Whistleblowern und investigativen Journalistinnen droht Von Charly Kowalczyk Regie: Thomas Wolfertz Produktion: Dlf 2020 Viele gesellschaftliche Missstände oder Verbrechen würden ohne sie nie aufgedeckt. Doch sind Whistleblower wirklich ausreichend geschützt? Und wie groß ist das persönliche und juristische Risiko für investigative Journalistinnen und Journalisten? Die Pressefreiheit gilt als einer der Grundpfeiler der Demokratie, als vierte Macht mit Wächterfunktion. Eine der wichtigsten Quellen investigativer Journalisten sind Whistleblower. Als 2011 der deutsche Bundestag über Whistleblower und den Informantenschutz in Betrieben debattierte, unterstellte der langjährige CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder den Hinweisgebern "Blockwart-Mentalität". Informanten werden bis heute als Verräter und Denunzianten beschimpft und mit arbeitsrechtlichen Sanktionen bestraft. Nun soll eine EU-Richtlinie Whistleblower in Zukunft besser schützen. Reicht das aus? Wie ist es um die Pressefreiheit bestellt? Und wie ergeht es denen, die sie umsetzen wollen? Aufklärer unter Verdacht

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Windstrom für den Süden? Welche Energiewende benötigt welche Stromtrassen? Von Ralf Hutter Seit Jahren gibt es quer durch Deutschland Streit um Höchstspannungsleitungen. Sie sollen, so die Begründung, Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren und so die süddeutschen Atomkraftwerke ersetzen. Doch die Stromtrassen kosten Milliarden Euro und belasten Mensch und Natur. Sind sie wirklich nötig für die Energiewende? Die politischen und wirtschaftlichen Interessen bilden eine unübersichtliche Gemengelage. Selbst die ökologischen Akteure sind in dieser Thematik gespalten und nach wie vor sind viele Fragen unbeantwortet: Warum braucht Süddeutschland so viel Strom gerade aus Norddeutschland - in einem europäischen Stromnetz? Warum muss in Süd und Nord derselbe Preis gelten? Welches Potenzial bietet die dezentrale Energieerzeugung im Süden? Welche Prioritäten leiten den bundesweiten Netzausbau? Über allem steht die Grundfrage: Welchen Energieverbrauch kann sich unsere Gesellschaft eigentlich leisten und auf wessen Kosten?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Die Ost-West-Migrantin Von Sebastian Friedrich NDR 2020, Ursendung Sabine Friedrich ist 24 Jahre alt, als sie im November 1989 beschließt, die DDR zu verlassen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Steffi und ihrem Sohn ist sie auf der Suche nach einem besseren Leben. 30 Jahre nachdem sie ihre Heimat verlassen hat, setzt sie sich mit ihrer Übersiedlung auseinander - und entdeckt sich als Migrantin und Wirtschaftsflüchtling. Mit ihrem Sohn fährt sie die Strecke von damals wieder ab. Beginnend in Halle begeben sich beide auf einen Roadtrip, um ihre gemeinsame Geschichte zu erkunden. Dabei treffen sie einen ehemaligen Grenzer und sehen zum ersten Mal Steffi wieder.

Dienstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Curtis Harding (1/2) Der amerikanische Singer-Songwriter aus Michigan macht Soul, vor seiner Solo-Karriere hat er unter anderem mit CeeLo Green zusammengearbeitet. wei Alben hat er bisher veröffentlicht, sein bisher letztes Album "Face Your Fear" hat er unter anderem beim Paleo Festival 2019 vorgestellt: Wir haben für Sie den Mitschnitt des Konzerts von Curtis Harding bei dem Festival in der Schweiz.

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Iiro Rantala - Ein Tausendsassa mit Schalk Iiro Rantala strahlt eine Lockerheit aus, die ihresgleichen sucht.

Dienstag 21:04 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

mit Peter Rixen Cha Cha Chá - ein kubanischer Klassiker Er zählt zum Standardrepertoire einer jeden Tanzschule, wo er oft aber gar nicht auf waschechte kubanische Musik getanzt wird. Seit seinem Aufkommen Mitte des 20. Jahrhunderts erfreut der Cha-Cha-Chá immer wieder mit neuen musikalischen Varianten und mit Wiederentdeckungen aus seinen Pioniertagen.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Mit einem Warmen kein Pardon Der Fall Franz Doms Von Jürgen Pettinger Regie: der Autor Mit: Simon Schober, Alexander Hoffellner, Franz Mifkovics, Andreas Maurer, Thomas Mraz, Wolfram Berger, Alexander Jagsch, Barbara Gassner, Ursula Scheidle Ton: Anna Kunzio Produktion: ORF 2017 Länge: 53"20 1944 wurde Franz Doms in Wien für seine Homosexualität zum Tode verurteilt. Der Autor Jürgen Pettinger zeichnet die Verfolgung durch die Nazis nach und fragt, wie es um seine eigene Akzeptanz als Homosexueller in der heutigen Gesellschaft steht. In den Augen der Nazis war Franz Doms "ein völlig haltloser, seinen widernatürlichen Trieben gegenüber machtloser Verbrecher". Mit 21 Jahren wurde er in Wien hingerichtet. Der Autor Jürgen Pettinger erkennt in seinem Leben viele Parallelen zum jungen Franz Doms. Anhand von originalen Ermittlungs- und Gerichtsakten taucht er in den Alltag und die Verfolgung von Homosexuellen im nationalsozialistischen Wien ein. Zusammen mit einer Psychotherapeutin führt er ein imaginäres Gespräch mit Franz Doms und fragt, wie es um seine eigene Akzeptanz als Homosexueller in der heutigen Gesellschaft steht. Jürgen Pettinger, 1976 in Linz geboren, arbeitet als Moderator, Redakteur und Autor für ORF Hörfunk und Fernsehen. Pettinger wurde 2016 mit dem "Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis" ausgezeichnet für die im Libanon und in Österreich zeitgleich gedrehte TV-Doku "Heimat-Verbunden. Durch Krieg und Flucht getrennt". Das Feature "Mit einem Warmen kein Pardon" wurde 2019 mit dem deutschen dokKa-Preis ausgezeichnet. Mit einem Warmen kein Pardon

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Timm Beckmann Happy Birthday, Ludwig! Musikkabarett zum 250. Mit Konrad Beikircher, Uwaga und Musikern der Essener Philharmonie Aufnahme vom 20. Januar aus der Volksbühne, Köln

Dienstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 MusikGlobal

Talentschmiede in der Taiga Über 30 Jahre Folk Festival Haapavesi Von Martha Zan Jedes Jahr kurz nach Mitsommer verwandelt sich die nordfinnische Kleinstadt Haapavesi in ein internationales Zentrum für Weltmusik - seit über 30 Jahren nach besonderem Rezept: fünf Tage lernen, drei Tage spielen. Herzstück des Festivals ist ein fünftägiges Kursprogramm für Laien und Profis. Eine Woche lang schallen die ersten Versuche auf der Jouhikko, der finnischen Leier, über den Campus, und Chance McCoy (USA) bringt amerikanische Old Time Musik in die finnische Mitsommerstimmung. Schon die kleinsten Gäste können mitmachen. So hat das Haapavesi Folk bereits eine ganze Generation von Zuhörern zu aktiven Musikern gemacht.

Dienstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Jazztime

News & Roots Bill Evans goes Brazil Die brasilianische Pianistin und Sängerin Eliane Elias im Porträt Mit Aufnahmen von Marc Johnson, Joey Baron, Herbie Hancock und Toots Thielemans Auswahl und Moderation: Henning Sieverts

Montag Mittwoch